Die Kaminsysteme

  1. Der offene Kamin bietet viel Romantik, aber vergleichsweise wenig Heizenergie. Es handelt sich vor allem um direkte Strahlungsenergie aus dem Feuerraum. Beachtenswert ist der Bedarf an Luft, die während des Heizens über die Kaminöffnung aus dem Raum gesaugt wird. Diese muss großzügig nachgeführt werden, um einen störungsfreien Betrieb zu sichern. Ebenso ist der Schornsteindurchmesser zum Anschluss eines offenen Kamins deutlich größer bemessen.
  2. Der Heizkamin ist eine mit einer Glaskeramikscheibe geschlossene Feuerstelle, die wesentlich weniger Verbrennungsluft aus dem Raum saugt. Dadurch wird auch der Wirkungsgrad deutlich höher. Der normale Heizkamin führt seine Heizgase aus dem Feuerraum direkt in den Schornstein, hat also keine Nachheizfläche. Ein separater Verbrennungskanal von außen bis zum Heizeinsatz ist hier notwendig!
  3. Der Warmluftkamin erzeugt eine hohe Warmluftleistung auf kleinster Grundfläche. Auf dem Kaminkörper wird zusätzlich ein "Kühlturm" mit Wärmetauscherrohren aufgesetzt, der die hohen Heizgastemperaturen abbaut und in Warmluft umsetzt. Damit wird der Wirkungsgrad des Kaminsystems weiter gesteigert.
  4. Der Speicherkamin ist ein Heizkamin, der die noch im Heizgas steckende Energie an eine Speichermasse abgibt und somit Strahlungswärme ähnlich dem Kachelofensystem bietet. Hierbei wird der größte Wirkungsgrad auch für Kamine erreicht.

Quelle: Brunner Heiztechnik